Ein neuer Start

Lange lange nach meinem letzten Blog gibt es endlich wieder einen Grund einen neuen Blog zu starten…

Diesmal geht es um das Abbott Freestyle Libre System!

Viele Personen beschäftigen sich gerade mit dem System, mit den Pros und den Kontras, der Finanzierung, der Zuverlässigkeit und all dem anderen. Ich nicht 🙂

Seit Herbst 2014 bin ich in der Markteinführungsphase dabei und hab als einzige Patientin meiner Praxis damals eines der begehrten Geräte bekommen. Nach der Testphase mit leider zwei abgerissenen Sensoren war dann leider erstmal Pause, bis ich die ersten Sensoren später in 2014 bestellen konnte. Seit dem bestell ich immer fleissig meine Sensoren und bin ohne größere Lücke versorgt worden. Auch die Befestigung ist Dank 10x8cm Curapor Pflastern kein Problem mehr. Die Pflaster halten etwa eine Woche und kosten im Vergleich zu einem verloren Sensor ja nix.

Bezahlen tue ich das ganze seit jeher selber, das ist es mir Wert und ich kann es mir auch Leisten.

So, nachdem jetzt alles was man eh überall lesen kann gesagt wurde, warum schreibe ich überhaupt über das System?

Weil ich denke das es noch nicht vollständig ausgenutzt wird! Durch das Libre habe ich vieles über meinen Diabetes erfahren, meinen HbA1c verbessert und ein paar Probleme gefunden. Eines der größten Probleme derzeit in meiner Einstellung sind meine Katheter. Seit 2001 trage ich Insulinpumpen, derzeit die Accu-Check Combo. Eigentlich auch alles gut, bis auf das ich die meisten Katheter nicht vertrage. Stahl entzündet sich sehr schnell und viele Kleber vertragen sich mit meiner Haut nicht. Derzeit verwende ich die Orbit soft Katheter (leider kein Link gefunden). Die sind sehr gut für mich, aber sind auch nicht Perfekt. Hin und wieder geht Nachts die Kappe ab und grundsätzlich versagt der Katheter eh immer Nachts.

Wie kann man das Problem beheben?

Libre + NFC-Bluetooth-Adapter + App = konstante Analyse und Warnsystem!

Dank der frei verfügbaren Apps Liapp und Glimp, deren partielle Sourcen, den Sourcen von Social Diabetes und mit ein paar Helferlein war ich der Lage einen eigenen Android-basierten Leser für das Libre zu entwickeln. Aber das genügt ja noch nicht…

Die Handys scannen den Sensor ja sobald man nahe genug kommt und nur einmal, mit ein paar Tricks kann man zwar das Handy dazu bringen auch in Abständen den Sensor erneut auszulegen, aber ein Handy über dem Sensor am Arm zu tragen… nicht meine Idee wie es gehen soll.

Derzeit warte ich auf einige Teile (1 und 2) um die nächste Phase dieses Experiments einzuläuten: Ein dünnes, tragbares System, möglichst nicht viel größer als ein Libre Sensor selber, um die Daten auszulesen und an mein Handy schicken zu können.

Was haltet Ihr davon?