Ein wenig Software…

Jetzt wo die ersten 16 Geräte versendet sind, wird es auch zeit etwas zu der Software zu schreiben:

Derzeit gibt es eine Integration für Android in das recht beliebte xDrip-plus, welches von hervorragenden Personen komplett OpenSource entwickelt wird.
Eine Erklärung wie man die App installiert gibt es auf deutsch hier: http://nightscout-user-guide.readthedocs.io/en/latest/docs/grundlagen/xdrip.html#xdrip-app Bitte beachten das man für den blueReader xDrip+ benötigt. Die aktuellen Releases von xDrip+ gibt es hier:  https://github.com/NightscoutFoundation/xDrip/releases

Sobald die App installiert ist, wählt man unter „Einstellungen“ -> „Hardware Quelle“ den „LimiTTer“ aus, dann unter „Bluetooth Scan“ einfach nach dem blueReader suchen und warten bis die ersten Werte eintreffen. Gegebenenfalls muss man noch im Hauptmenü „Sensor Starten“ wählen und ein Kalibrationswert eingeben.

Für iOS werde ich in den nächsten Tagen mehr Informationen veröffentlichen.

Nummer 1…

Ohne viel blah blah:

Die Packliste für das erste Paket ist komplett!

verschlossen…

und ordnungsgemäß mit Aufklebern versehen 🙂

Die ersten Pakete werden morgen nach Deutschland, in die Schweiz, in die Slowakei und nach England aufbrechen! Ich hoffe auch das ich das Bestellsystem heute noch angepasst bekomme um allen Empfängern die freudige Nachricht und ihren Trackingcode per Email zukommen zu lassen.

Was ist im Paket?

1x blueReader in der Farbe wie bestellt (mit oder ohne Magneten)

1x drahtloses Ladegerät, ebenfalls in der bestellten Farbe

1x Mikro-USB-Kabel sofern bestellt

1x Eine kleine Kurzanleitung auf deutsch und englisch: blueReader short manual

1x Ein Holder v3: in der Farbe wie das Ladegerät.

Ich hoffe das steigert noch ein wenig mehr die Vorfreude 🙂

Fehler gefunden…

Eine Woche suche liegt nun hinter mir, aber ich habe entscheidende Fehler gefunden.

Nun ist die Auslieferung nah!

Was war den jetzt schon wieder quer?

  • Energie sparen auf Teufel komm raus beeinträchtigt massiv die Stabilität des Chips.
  • Es gibt zich Möglichkeiten uart-Kommunikation in dem Chip zu realisieren, aber scheinbar nur eine die wirklich funktioniert.

Das Resultat ist eine deutlich schlankere und schnellere Firmware die leider mehr Energie benötigt wie ich erhofft hatte (letzter Post), aber noch gering genug um wahrscheinlich für bis zu 7 Tage Energie zu haben. Die Energie-Niveaus dieser einen Messung konnten eh leider nicht wieder erreicht werden. Aber wenn die Tests sich bewahrheiten, und bis zu 7 Tage möglich sind, ist auch dies ein sehr gutes Ergebnis meiner Meinung nach, vor allem wenn die Laufzeit reproduzierbar ist.

Jetzt kommen noch die finishing touches für die Übertragung der Befehle und los geht der Versand. Ein längeres testen werde ich vermeiden, da der Teil der Firmware bei Bedarf jederzeit über ein Handy erneuert werden kann. 🙂

Also los, auf zu dem letzten Endspurt!

Der finale Countdown…

…beginnt!

Warum hab ich mich schon wieder so lange nicht gemeldet?

Weil ich ganz viel gearbeitet habe! Aber was gab es noch so viel zu tun?

Wir haben noch das eine oder andere kleine Problem gefunden und ich habe mit der finalen Firmware für die blueReader angefangen. Dabei gab es auch noch das eine oder andere Problem mit der Software und viele kleine Überraschungen:

Die meisten Kopfschmerzen hatte mir immer der Energieverbrauch gemacht, also haben wir gemessen, gebastelt und ausprobiert um herauszufinden wo die ganze Energie hingeht obwohl wir doch einen der Energie-Effizientesten Chips verwenden die es auf dem Markt gibt (Der nRF52 ist natürlich noch deutlich besser, aber war beim Start des Projektes noch nicht verfügbar).

Die Antwort war gar nicht so einfach, zunächst haben wir die Hardware Schritt für Schritt zerlegt (bzw Platinen nur Teilweise bestückt) um den realen Verbrauch einzelner Komponenten zu bestimmen.

Dies brachte nur eine kleine Verbesserung, eine überflüssige Diode konnte aus dem Bestückungsplan gestrichen werden und bringt uns minimal mehr Energie beim Laden des blueReaders, aber nichts was eine Signifikanz darstellt.

Also hab ich mit der Software weiter gemacht. Wo kann da Energie verschwendet werden? Dabei sind ein paar kleinere Dinge aufgefallen, wie zum Beispiel das es auf Seite 41 der Referenzdokumentation des NFC-Chips eine Fußnote zu einer Tabelle gibt die eine Funktion beschreibt die schlicht in der Dokumentation des Protokolls fehlt und hilft eine Menge Energie zu sparen. Diese und viele kleine andere Änderungen brachten mich dann auf eine stabile Laufzeit von zwei Tagen mit einer Ladung.

Das war aber immer noch nicht im Bereich von dem was ich als irgendwie akzeptabel betrachten wollte. Danach begann eine über eine Woche dauernde Odyssee mit den Internas des BLE-Chips…

Nach kurzer Zeit war es klar, dass ein Fehler in dem Management der Verbindung zwischen BLE- und NFC-Chip dazu führte das ich viel zu viel Energie für nichts verbrauchte und noch mehr, weil dadurch teilweise der NFC-Chip nicht schlafen gelegt wurde. Resultat: über 3 Tage Laufzeit sind möglich. Dabei kam es aber immer wieder zu Fehlern in Timern, das sind Codeschnipsel die nach einer bestimmten Zeit oder in bestimmten Abständen ausgeführt werden. Dies brachte mich dann auf die Zielgerade…

Nachdem ich unglaubliche Mengen an Dokumentationen zu dem Thema der Timer verschlungen hatte konnte ich den Code neu Strukturieren und ging erwartungsvoll in die ersten Messungen:

Für alle die nur ein buntes Bild da sehen: Das ist ein Messgerät, eigentlich was recht teures, dieses aber selber gebaut 🙂 Für alle anderen: Eine Messung mit einem 10Ohm Shunt, Raster 20ms / 0.1V, großes Plateau ist auslesen des Libre-Sensors, kleines Plateau Übertragung der Daten ans Handy, Tail ist Standby mit aktiver BLE-Verbindung…

Der Energiebedarf ist nun vernachlässigbar! Vernachlässigbar? Ja! Rechnerisch sollte das System jetzt über 25 Tage laufen mit einer Ladung 😀 Aber ich werde nun nicht warten bis es leer ist bevor ich die ersten Geräte ausliefern werde… Aber ich werde natürlich einen Post dazu verfassen sobald ich die ersten verlässlichen Daten habe!

Wenn die Berechnung mit der Realität übereinstimmen sollte, reicht es bei dem Sensorwechsel den blueReader für die Warmup-Zeit in das Ladegerät zu packen und somit auf jeden Fall genug Energie für die nächsten 14 Tage zu haben, aber wie gesagt, erstmal Daten abwarten!

Ach so, die Daten beziehen sich auch auf etwas veränderte Parameter.. bisher haben alle Lösungen den Sensor maximal alle 5 Minuten ausgelesen, dieser speichert aber jede Minute einen neuen Wert! Also hab ich für diese Tests und Berechnungen das Intervall auch auf eine Minute gesenkt 🙂

Wie geht es jetzt weiter?

  • Ein paar kleine Änderungen sind an der Firmware noch Notwendig um diese Ausliefern zu können.
  • Diese Änderungen beabsichtige ich bis Montag abgeschlossen zu haben.
  • Hier warten mittlerweile knapp 20 Geräte auf diese Firmware (alle transparent, mit und ohne Magnete) die dann direkt versendet werden sollen 🙂

Also schauen wir mal was dieses Wochenende noch alles an freudigen Überraschungen bringt!

Blick auf die Arbeit…

Zuerst ein kleiner Blick auf den Schreibtisch:

Ein Debugger für die Ladegeräte gehört zu den neusten Errungenschaften die der 3D-Drucker für mich ausdrucken durfte.

Aber warum ein Debugger für die Ladegeräte?

Die Ladegeräte besitzen auch einen ganz kleinen Mikroprozessor um die Schwingung für das Ladefeld zu erzeugen und die LEDs anzusteuern. Nebenbei verfügen sie über eine Schnittstelle mit der ich sehen kann wie gut oder schlecht ein blueReader gerade am laden ist.

Im Hintergrund sieht man die ersten Stapel blueReader die derzeit getestet und untersucht werden, ob es noch weitere Kinderkrankheiten gibt.

Mittlerweile hat selbst der Zusammenbau der blueReader Revisionsnummern bekommen und wir sind bereits bei Version 31 der Anleitung um aus einer Fertig bestückten Platine einen vergossenen blueReader zu erhalten.

Die letzten wichtigen Änderungen waren:

  • Der Vorverguss der Batterien um Luftbläschen an der Seite zu vermeiden die aus der Schutzelektronik kommen können.
  • Das Tränken der Platine in kalten (somit nicht verhärtenden) Silikon vor dem eigentlichen Verguss um die Luft unter den Bauteilen und vor allem unter dem Schild des Bluetooth-Moduls heraus zu bekommen.
  • Das Verkleben und Laminieren der Antenne um diese unempfindlicher gegen Knicken zu machen.
  • Der Einsatz eines Silikonklebers um die Antenne mit der Batterie, die Batterie mit dem Board und die Ladeantenne mit dem Board zu verbinden.
  • Das Hinzufügen eines weiteren Kleckses Silikonkleber auf der gegenüberliegen Seite der Ladeantenne um ein einseitiges Absinken des Boards zu verhindern.
  • Der Austausch der Ladeantenne gegen eine deutlich größere ohne den blueReader dabei zu vergrößern.
  • Die Vorbeschichtung der Magneten mit einem Haftgrund für das Silikon damit die Silikonschicht sich nicht von dem Magneten ablöst.
  • Das Lochen der Antenne um eine bessere Verbindung der Silikonschichten zu erreichen.
  • Geringfügige Veränderungen an der Bestückung die zu einem geringeren Stromverbrauch führt und einfacher zu Bestücken ist.

Diese Liste kann man noch mindestens doppelt so lang machen, um die entwickelten Werkzeuge, Formen und Komponenten erweitern oder um eine Liste der Hinzugekommenen Testprozeduren. Die komplette Liste, die Bauanleitungen, die Formen und Werkzeuge werden aber eh noch alle Veröffentlicht! Also noch ein wenig Geduld für die die es interessiert.

Derzeit gibt es tägliche Gespräche zwischen meinem Ingenieur und mir um keine Details mehr zu übersehen. Aber die bisherigen Tests sind sehr vielversprechend und bis auf weiteres setzen wir die Produktion und Tests fort. Derzeit liegt unsere Kapazität bei etwa 5-10 Geräten pro Tag. Das hängt leider immer sehr von der Blasenmenge im Silikon ab, wie lange und häufig dieses vakuumiert werden muss damit keine Blasen in den blueReader kommen.

Die Spannung ist also raus, nun wird produziert und verifiziert!

 

Statusupdate

Was ist los bei uns?

Wo bleiben die Geräte?

Wir wurden aufgehalten. Die ersten Geräte kamen aus der Produktion und wurden von mir auf Herz und Nieren getestet…

Das Ergebnis: viele defekte blueReader :/

  • blueReader können gefroren werden, aber nicht zu tief , da sonst der Akku bleibenden Schaden erleidet.
  • blueReader können gebacken werden, aber auch da wieder nicht zu heiß.
  • blueReader können geknickt werden, aber das zerstörte sie.

Was zerstören durch knicken? Was passiert da???

Leider brechen die Bahnen der Antenne, sobald die blueReader zu sehr geknickt werden.

Die letzten Tage haben wir deswegen intensiv geforscht. getestet und gebastelt. Das Ergebnis ist eine verpackte Antenne und ein leicht geändertes Design:
Daneben konnten wir auch das Ladesystem noch entscheidend verbessern und für mehr Energie in kürzerer Zeit sorgen.
Das neue Antennen-Design besteht jetzt aus einem Laminat von zwei Plastikfolien und einer versteifenden Schicht Plastik um die Antenne. Zusätzlich ist das Design der Silikonumandlung leicht verändert um weniger Druck auf die Antenne auszuüben.

Was aber war das mit dem frieren und backen? Um zu schauen was die blueReader aushalten habe ich mehrere in den Kühlschrank und ins Eisfach getan, zwei ins kochende Wasser und mehrere in den Backofen bei unterschiedlichen Temperaturen.

Das Ergebnis:

  • Bei etwa 60° Celsius fängt der Akku an zu überhitzen und bläht sich auf.
  • Ab ca 70° Celsius ist dies nicht mehr umkehrbar und der Akku verliert seine Leistung.
  • Unter 10° Celsius entlädt sich der Akku sehr schnell (Energie wird zu Wärme).
  • Unter 0° Celsius fängt es an zu frieren und der Akku verliert noch schneller Energie.
  • Unter etwa -10° Celsius stirbt der Akku und lässt sich danach nicht mehr laden.

Unter keinem Umstand habe ich es bisher geschafft den Akku so zu zerstören, dass dieser in Flamen aufging oder undicht wurde 🙂

Wie geht es jetzt weiter?

Derzeit werden gerade die neuen Formen gebaut und die bisher vergossenen blueReader wieder mit neuen Akkus und verbesserten Antennen ausgerüstet. Hoffentlich können wir diese bereits in den nächsten Tagen testen 🙂

Vorwärts, Rückwärts, Aufwärts!

Weiter geht es…

Ein paar neue Versuche einen Halter für die Nacht bzw. den Sport sind Fertig und haben fast alle nichts getaugt.. Noch ist der Haufen nicht so groß wie bei den Lader-Gehäusen.

Und ein passables Ergebnis ist auch dabei raus gekommen: Im Vergleich noch mal zu dem bisher besten Entwurf:Und am Arm: Nach einer Nacht ist das bisher das beste was ich gefunden habe. Der Sensor wird nicht belastet und dennoch ist der blueReader auch gegen Bettdecke und umdrehen geschützt. Eine der ersten langen Nächten (mit liegenbleiben und noch 5 mal umdrehen im Bett) wo kein Alarm wegen keinen Werten kam!

Auch die Produktion der Gehäuse geht voran: Ein Gehäuse nach dem anderen fällt aus der Form und nach Ostern wird es die ersten komplett fertigen geben.

Bei dem Rest warte ich noch auf Teile, aber nach Ostern soll es auch da endlich weiter gehen! Über 100 blueReader sind gerade in den verschiedenen Fertigungsschritten 🙂

Ein weiteres Update…

… heute mal ein entspanntes Update von mir.

Jetzt wo das Bestellsystem online ist und ich auch viele andere große und kleiner Sachen aus dem Weg geräumt habe, geht es mit frischer Kraft weiter! Bis auf 28 Gutscheine wurden bereits alle blueReader bestellt!

Derzeit sind etwa 100 in der Fertigung und werden in den nächsten Wochen verschickt. Sobald wir ein Gerät Fertig haben, es getestet wurde und es seinen finalen Lade-Test macht, wird eine Email an die Empfänger verschickt werden, dass ihre Bestellung nun bearbeitet wird und somit nicht mehr veränderbar ist. Bis dahin könnt ihr euch auch noch beliebig oft um entscheiden!

Zu dem Ladegerät gibt es auch noch ein paar News: Da ich gerade am Formen bauen war, kam ich auf die Idee die Ursprungsform mal nicht in Plastik sondern Holz zu drucken… Naja kein richtiges Holz, sondern Holzfilament was eher an Pressspan als an Holz erinnert, aber dafür gut riecht: Sieht auf den ersten Blick gar nicht so toll aus, aber man kann es schleifen und mit Holzleim verfüllen 🙂

Die letzte Urform aus Plastik generierte dieses Ergebnis:vor allem an der Innenseite sieht es noch ziemlich rauh aus.

Die Holzform mit Holzleim geglättet und verschliffen:Schon besser, aber auch noch nicht ganz das Maximum..

Aber Holz kann man gut lackieren, besser als das gedruckte Plastik:Jetzt spiegeln auch die Seiten des Gehäuses und es schaut endlich so aus wie ich es mir vorgestellt habe. Selbst die Silikonform macht einen ganz anderen Eindruck:

Das einzige Schade: Ich hatte bereits etwa 40 Gehäuse vorbereitet, die jetzt aber in den Müll fliegen, die neuen sind einfach so viel schöner und der Aufwand für die Produktion der Gehäuse ist auch nicht so hoch (anrühren, eingießen, warten, ausformen)!

Es hat gedauert…

Es hat viel zu lange gedauert nach meinem Geschmack, aber nun sind alle Coupons verschickt!

Bitte prüft ob ihr euren Schlüssel bekommen habt und wenn nicht, so kontaktiert mich bitte mit eurem vollen Namen und der Emailadresse bei der ihr euch bei startnext angemeldet habt unter mail@bluetoolz.de

Die ersten Geräte sind jetzt in der Produktion und wir hoffen noch vor Ostern ca 80 Geräte fertig und in den Versand zu bekommen. Dann legt mein Ingenieur  erstmal 2 Wochen Urlaub ein… muss auch mal wieder sein 🙂

 

Der Stein…

… der mich so lange blockiert hatte kommt endlich ins Rollen!

Durch die zwei Firmen und die Menge an unfertigen Aufgaben in beiden habe ich in den letzten Wochen erheblich unter burn out gelitten :/

Aber nun bin ich bei vielen Aufgaben weiter gekommen und auch hier geht es wieder weiter!

Die Bestellseite ist nun da 😀

Unter https://bluetoolz.de/blueorder kann man nun blueReader vorbestellen! Alle Teilnehmer an der Crowdfunding-Kampange bekommen ab morgen ihre Schlüssel um ebenfalls Geräte bestellen zu können!

Die Zuteilung erfolgt nach einem ganz einfachen Prinzip:

  1. Die Unterstützer bekommen zuerst die Geräte die sie bestellen.
  2. Wenn eine Sorte im Überfluss vorhanden ist, so bekommen die Vorbesteller die Möglichkeit die Geräte zu kaufen.
  3. Die Geräte kosten 225 EUR, inklusive Versand und Steuern.

Soviel erst mal zu heute, ab morgen die Schlüssel und danach mehr Details zur Software, Apps und dem ganzen Rest 🙂