Blick auf die Arbeit…

Zuerst ein kleiner Blick auf den Schreibtisch:

Ein Debugger für die Ladegeräte gehört zu den neusten Errungenschaften die der 3D-Drucker für mich ausdrucken durfte.

Aber warum ein Debugger für die Ladegeräte?

Die Ladegeräte besitzen auch einen ganz kleinen Mikroprozessor um die Schwingung für das Ladefeld zu erzeugen und die LEDs anzusteuern. Nebenbei verfügen sie über eine Schnittstelle mit der ich sehen kann wie gut oder schlecht ein blueReader gerade am laden ist.

Im Hintergrund sieht man die ersten Stapel blueReader die derzeit getestet und untersucht werden, ob es noch weitere Kinderkrankheiten gibt.

Mittlerweile hat selbst der Zusammenbau der blueReader Revisionsnummern bekommen und wir sind bereits bei Version 31 der Anleitung um aus einer Fertig bestückten Platine einen vergossenen blueReader zu erhalten.

Die letzten wichtigen Änderungen waren:

  • Der Vorverguss der Batterien um Luftbläschen an der Seite zu vermeiden die aus der Schutzelektronik kommen können.
  • Das Tränken der Platine in kalten (somit nicht verhärtenden) Silikon vor dem eigentlichen Verguss um die Luft unter den Bauteilen und vor allem unter dem Schild des Bluetooth-Moduls heraus zu bekommen.
  • Das Verkleben und Laminieren der Antenne um diese unempfindlicher gegen Knicken zu machen.
  • Der Einsatz eines Silikonklebers um die Antenne mit der Batterie, die Batterie mit dem Board und die Ladeantenne mit dem Board zu verbinden.
  • Das Hinzufügen eines weiteren Kleckses Silikonkleber auf der gegenüberliegen Seite der Ladeantenne um ein einseitiges Absinken des Boards zu verhindern.
  • Der Austausch der Ladeantenne gegen eine deutlich größere ohne den blueReader dabei zu vergrößern.
  • Die Vorbeschichtung der Magneten mit einem Haftgrund für das Silikon damit die Silikonschicht sich nicht von dem Magneten ablöst.
  • Das Lochen der Antenne um eine bessere Verbindung der Silikonschichten zu erreichen.
  • Geringfügige Veränderungen an der Bestückung die zu einem geringeren Stromverbrauch führt und einfacher zu Bestücken ist.

Diese Liste kann man noch mindestens doppelt so lang machen, um die entwickelten Werkzeuge, Formen und Komponenten erweitern oder um eine Liste der Hinzugekommenen Testprozeduren. Die komplette Liste, die Bauanleitungen, die Formen und Werkzeuge werden aber eh noch alle Veröffentlicht! Also noch ein wenig Geduld für die die es interessiert.

Derzeit gibt es tägliche Gespräche zwischen meinem Ingenieur und mir um keine Details mehr zu übersehen. Aber die bisherigen Tests sind sehr vielversprechend und bis auf weiteres setzen wir die Produktion und Tests fort. Derzeit liegt unsere Kapazität bei etwa 5-10 Geräten pro Tag. Das hängt leider immer sehr von der Blasenmenge im Silikon ab, wie lange und häufig dieses vakuumiert werden muss damit keine Blasen in den blueReader kommen.

Die Spannung ist also raus, nun wird produziert und verifiziert!

 

Ein neues Jahr…

… und hoffentlich auch ein frohes 🙂

Es geht weiter! Nach einer erneuten und ungeplanten Auszeit, durch eine heftige Grippe zur Bescherung, bin ich wieder auf den Beinen und am Arbeiten.

Wo fangen wir an?
Mit ein paar Bildern 🙂

Eine Reihe von Prototypen. Ganz rechts der im Dezember getragene 0.2.0 Prototyp, noch mit dicken Akku rechts und zusätzlichen Lader oben drauf. In der Mitte mein Entwicklungssklave 0.2.1. Der arme musste schon sehr sehr viele Softwareversionen über sich ergehen lassen (heute bin ich bei Version 84 der blueReader Firmware angekommen, davor gab es noch viele Versionen blinkie und uartie für die grundlegenden Funktionstest und Optimierungen). Daneben, ganz links, der Baugleiche, aber mit Akku ausgestattete Prototyp den ich derzeit am Arm trage.

Dieser hat schon die finale Größe, aber wird wahrscheinlich noch marginal (ca 1mm) dünner werden. Was ihm noch fehlt ist derzeit die Spule zum Drahtlosen laden. Die hängt noch immer im Zoll fest und soll diese Woche endlich ankommen…

macht auch schon einen ganz guten Eindruck am Arm, finde ich zumindest 🙂

Aber wie hängt er da?

Diese zwei Neodym-Magneten halten den blueReader derzeit Perfekt in Position und halten auch den meisten Alltagssituationen Stand. Kuscheln, Hund, An- und Ausziehen von Pullis und starkes drehen im Bett können ihn jedoch noch vom Arm befördern. Also fast Perfekt 🙂 Der kleine Magnet ist einfach mit einem Stück Isolierband aus dem Baumarkt auf dem Libre fixiert, der große zwischen zwei Lagen Leukosilk. Man sollte auf jeden Fall drauf achten, dass die Magneten nicht mit der Haut direkt in Kontakt kommen, da die gängigen Neodym-Magneten nickelhaltig sind!!!

Wie geht es jetzt weiter?

  1. Verguß-Tests:
    Wegen den fehlenden Spulen haben wir mit dem Vergießen noch gewartet, aber hoffen erste Ergebnisse ende dieser Woche zu haben.
  2. Software:
    Mit Version 84 in der Basis-Firmware habe ich jetzt hoffentlich die notwendige Stabilität erreicht um endlich mit der libBlueReader anfangen zu können. Fast alle Aspekte der Firmware waren in den letzten Wochen auf dem Prüfstand und wurden noch mal Überarbeitet, Gegengetestet und die meisten Verworfen und noch mal von Grund auf neu Entwickelt. Zwar hat die aktuelle Version nur knapp 3000 Zeilen Programmcode, aber auf jede dieser Zeilen kommt es an und ich will es unbedingt vermeiden, dass es zu Problemen in den Grundfunktionen später, wie zum Beispiel der Verschlüsselung der Verbindung, oder der Update-Funktion kommt. Alle „höheren“ Funktionen kann man dann später im Fehlerfall wieder durch Updates korrigieren.

Das Ziel, im Januar die erste Serie an alle Unterstützer verschicken zu können, kommt langsam in Reichweite 🙂

Eine weitere Frage…

… wurde endlich beantwortet.

Eigentlich sogar drei:

  1. Es kommt immer wieder die Frage, wie man den blueReader den Bitte befestigen soll?
    Bisher habe ich dazu wenig angaben gemacht, da wir noch nicht nahe genug am finalen Produkt waren um sichere Aussagen machen zu können, was gehen wird und wie. Aber jetzt, mit dem 0.2.0 Prototyp seit Sonntag am Arm kann ich so langsam einige Aussagen machen:

    • Per Klebeband, einfach den blueReader mit einem etwa 15cm langen Streifen Klebeband auf der Haut fixieren. Je nach Bewegung und Bekleidung kann das aber recht stark dann an der Haut ziehen, was bei mir zu Reaktionen führt.
    • Magnete, genauer gesagt Neodymmagnete. Ein kleiner Streifen Klebeband auf die Haut, 1 Neodom drauf, Ein Streifen zur Sicherung drüber:Ein weiterer unter den blueReader:
      Und Voila, der blueReader hängt sicher am Arm:
      Der ist er jetzt seit 24h ohne Probleme dran geblieben. Dank geht an Jörn und die LimiTTer Benutzer für den Tipp!
  2. Wie lange hält er den nun mit einer Ladung?
    Das kann ich immer noch nicht ganz genau beantworten, wegen verschiedener Software-Probleme. In der aktuellen Firmware war noch ein Bug der unter bestimmten Umständen die Antenne angelassen hat, was natürlich die Laufzeit extrem verkürzt, selbst wenn im nächsten Scan, nach 5 Minuten sie wieder ausgeschaltet wird, wurde eine enorme Menge an Energie verschwendet. Jetzt ohne den Bug bin ich gerade bei gut 48h ohne Aufladung mit dem doppelt so großen Lipo.
  3. Und natürlich die Frage die alle beschäftigt: Wann kommt mein blueReader zu mir?
    Leider wohl nicht mehr dieses Jahr. Wir haben immer noch keine Batterien bekommen und auch auf die Ladespulen warten wir noch immer. Zwei meiner drei Bestellungen hängen derzeit in den Niederlanden im Einfuhrzoll fest, keine Angaben wann es wieder weiter gehen wird. Auch wenn die Lieferungen nächste Woche noch kommen sollten, so brauchen wir über 2 Tage um einen blueReader fertig zu stellen, zu testen, zu laden und zu vergießen, die meiste Zeit davon benötigt das Silikon zum Aushärten. Wir werden wohl die ersten Geräte dann ab Anfang Januar verschicken, wenn es keine weiteren Verzögerungen mit den Bauteilen geben wird…

und es geht weiter…

Wie ich bereits angekündigt hatte, geht die Startnext Kampagne tatsächlich weiter. Bis zu dem 17. 10. haben jetzt noch alle die Chance die Kampagne zu unterstützen!

Bitte teilt und liked die Beiträge auch weiterhin so fleißig! Laut den Besucherzahlen müsste nur die Hälfte alle Besucher 10€ beitragen und schon gäbe es den blueReader!

Was gibt es sonst neues? Der Prototyp mit veränderter Firmware rennt und rennt. Nach den ersten 9 Stunden Dauerbetrieb lief er gestern erstmal 16 Stunden ohne Probleme. Da ich aber die Überwachung der Batterie noch nicht eingebaut hatte, war der Akku dann sehr tief entladen und musste die letzte Nacht an einem richtigen Ladegerät verbringen.

Jetzt läuft der blueReader schon wieder 15 Stunden am Stück und ich bin gespannt wie lange er diesmal durchhält…

Es gab noch zwei häufige Fragen:

  • Beschädigt es nicht den Sensor, wenn er so oft gescannt wird?
    Nein, nach all unseren Erkenntnissen und Wissen über den verbauten Chip in dem Sensor bezieht dieser den Strom zum Auslesen über die NFC-Verbindung von dem blueReader . Man muss sich das so Vorstellen: Der Chip besteht aus zwei Teilen, der eine Teil misst eh jede Minute einen Wert und macht die ganze Vorauswertung. Diesen aktuellen Wert schreibt er in einen Speicher, wo die letzten 16 minütlichen Werte stehen. Zusätzlich schreibt er alle 15 Minuten einen historischen Wert in den Speicher. Das sind die Werte die man ausliest und aus denen er die Kurve der letzten 8 Stunden erzeugt. Der andere Teil des Chips ist für die Kommunikation mit dem Lesegerät, oder in unserem Fall blueReaders. Dieser Teil wird „aktiviert“ durch das elektrische Feld, welches das Lesegerät aufbaut. Dieses elektrische Feld findet nicht nur den Sensor, es versorgt ihn auch mit Strom und durch „Störungen“ des Feldes werden die Daten übertragen.
  • Wie befestigst du den blueReader am Sensor?
    Am Sensor befestige ich gar nichts. Ist mir viel zu riskant aus Versehen den Sensor raus zu reißen. Ich bezahle immer noch jeden Sensor aus eigener Tasche, da meine Krankenkasse dieses System nicht für notwendig hält…
  • Aber wie befestigst du den blueReader nun?
    Die ersten Prototypen hab ich vor allem mit Velcro (ein Industrie-Klettband, welches aus Klett und Stoff mit Klebeflächen besteht) befestigt. Ein Pflaster oder Wundverband über dem Sensor, darauf die eine Seite des Velcros, die andere Seite auf die Antenne des blueReaders. Der Nachteil dabei ist, das ist wirklich fest und ich hab viele Pflaster, bei dem Versuch den Prototypen zu lösen, abgerissen.
    Derzeit verwende ich einfach einen Streifen Leukosilk, also das Zeug mit dem normalerweise nach der vierteljährlichen Blutentnahme der Tupfer auf der Stelle festgemacht wird. Bilder dazu seht ihr dem vorhergehenden Beitrag.

Auf der technischen Seite bereite ich gerade die erste Version der „echten“ blueReader Firmware vor. Diese wird noch auf ein paar Funktionen verzichten müssen:

  • Verschlüsselung
  • Ändern des Namens
  • Ändern der Pin zum Verbinden
  • Softwareupdates über die Bluetooth-Verbindung

Aber bis zur finalen Version ist ja noch etwas Zeit. Ich fokussiere mich nun auf erstmal wichtige Features um schneller voran zu kommen und um allen Interessierten auch möglichst schnell Zugriff auf die Sourcen geben zu können.

Nebenbei möchte ich auch noch auf ein großartiges Projekt aufmerksam machen: openAPS

Was ist das nun schon wieder? Eine der vielen Möglichkeiten, wieso man einen blueReader einsetzen will.

Kurz nachdem ich angefangen habe mich mit der kontinuierlichen Überwachung meines Blutzuckers mit Hilfe des Libre-Sensors zu beschäftigen, stiess ich auf eine Truppe sehr experimentierfreudiger Diabetiker. Diese internationale Truppe von Diabetikern benutzt Daten aus allen möglichen verfügbaren CGM-Systemen mit nur einem Ziel: Eine Pumpe als künstliche Bauchspeicheldrüse einsetzen zu können!

Natürlich nicht ganz wir unsere echte Bauchspeicheldrüse, da der Zucker, vor allem der Gewebszucker, ja erst verzögert steigt, vor allem wenn wir schon was gegessen haben. Aber die meiste Zeit am Tag essen wir nix und dennoch können unsere Pumpen nicht immer auf unseren Tag reagieren. Wir stürzen in Unterzuckerungen, weil wir vergessen haben die Basalrate zu verringern oder zusätzliche Kohlenhydrate zu uns zu nehmen. Wir steigen, weil wir uns aufregen, Stress haben, krank sind oder einfach Kohlenhydrate nicht richtig bewertet haben.

Genau an diesen Stellen kann ein solches System helfen! Derzeit erprobe ich mein eigenes openAPS System, basierend auf einer Medtronic 522 Pumpe und dem blueReader Prototypen! Zwar liegt die Pumpe, noch mit Wasser gefüllt und nicht angeschlossen, neben mir, und ich schaue mir an was das System macht und warum, aber in den nächsten Tagen werde ich die ersten Experimente mit mir selber wagen 🙂 Bisher sehen die Vorhersagen von Werten und was ich danach durch den blueReader sehe und real, durch meine blutigen Messungen bestätige, sehr gut aus!

Wer sich für sowas interessiert, sollte sich auf jeden Fall mal über https://gitter.im in den Kanälen https://gitter.im/LadyViktoria/germanLOOP oder https://gitter.im/nightscout/intend-to-bolus einfinden und sich mehr Informationen erfragen 🙂

… und gerade hat sich auch wieder der blueReader verabschiedet, wieder nach 16 Stunden Dauerbetrieb, wo er, sehr stabil, alle 5 Minuten einen Wert Übertragen hat. Morgen werde ich weiter an den Energiesparoptionen arbeiten und schauen, ob ich ihn nicht in dieser Variante nicht doch noch deutlich über 20 Stunden Laufzeit bekomme…

Für die nächste Version ist bereits eine lange Wunschliste zusammen gekommen, die ich hoffentlich morgen oder Anfang nächster Woche mit meinem Elektroingenieur besprechen kann…

Es bleibt spannend!

In letzter Sekunde…

Wahrscheinlich haben sich schon einige gefragt was hier los ist. Die Kampagne ist fast zu Ende und keine neuen Informationen?!? Warum?!?

Die Antwort ist recht einfach: Ich hatte riesige Probleme mit dem Projekt! Wie ich im letzten Post bereits gesagt hatte kann ich leider das mbed-System nicht mehr benutzen und musste erstmal mit dem Setup und der Umgebung für ein reines openSource-Setup mit gcc klar kommen. Das war recht kompliziert und langwierig, aber ging irgendwann.

Leider war das noch kein Grund zum Jubeln 🙁 Den nix von dem was ich bisher für die Prototypen geschrieben hatte, funktionierte mit der neuen Umgebung. Nicht mal starten lies sich der blueReader…

Aber mit viel Recherche, noch mehr Fluchen, Kaffee und vielen Experimenten konnte ich mich den ganz verschiedenen Problemen nähern und eines nach dem anderen lösen!

Heute war es dann endlich soweit:

img_6488 img_6489 img_6492 img_6495 img_6497 img_6501Der Prototyp konnte endlich wieder in ein Gehäuse verpackt werden und getestet werden…

img_6506Und lieferte Daten! Die gezeigte App ist xDrip plus mit wenigen (noch nicht von mir veröffentlichten) Veränderungen und auf dem blueReader läuft eine Adaption von Jörns LimiTTer Software um die Daten erstmal ohne eine eigene App darstellen zu können und in mein NightScout zu bekommen.

Jetzt mag der eine oder andere Denken: Hat sie nicht mal versprochen auch eine eigene App zu entwickeln? Ja habe ich und werde ich auch noch, bzw Erweiterungen zu xDrip und entsprechende iOS Software, um die Daten auch ohne NightScout und co anzeigen und auswerten zu können! Dazu fehlte aber gerade erstmal die Zeit und ich habe erstmal die schnellste aller alternativen genommen um zu sehen ob der Prototyp nun richtig läuft.

Da mir das mit den Kabeln so zu unpraktisch war, habe ich den Prototypen auch noch mal neu verpackt:

img_6510 img_6511 img_6514 img_6515Und nun bin ich gespannt, ob er die Nacht über mir zuverlässig meine Werte liefern wird.

Wie geht es nun mit dem blueReader Projekt weiter?

  1. Die Kampagne ist fast zu Ende und leider ist noch nicht die Hälfte des Geldes zusammen. Ich bin zum einen dabei mit Startnext zu reden, ob wir die Kampagne verlängern können, da ich denke, jetzt mit funktionierenden Prototypen wird es auch interessanter für mehr Unterstützer dieses Projekt zu Unterstützen. Zum anderen bin ich mit meinem Ingenieur im Gespräch, wo wir noch Geld einsparen können.
  2. Wir bereiten einen weiteren Prototyp vor. Dieser wird deutlich kleiner und vor allem flacher, da wir eine Möglichkeit haben die Antenne für das Ladegerät in die Hauptplatine zu integrieren. Zusätzlich können wir eventuell die NFC-Antenne als einen flexiblen Teil aus der Hauptplatine schauen lassen, aber da fehlen noch ein paar Experimente und Informationen.
  3. Mit der nun laufenden Software, werde ich deutlich schneller wieder Updates zu den Funktionen und Apps herausbringen können. Die nächsten Ziele sind nun:
    1. Ansprechen der Hardware des blueReaders (derzeit fehlt noch die Funktion des Ausschalters und die Überwachung des Batteriestandes).
    2. Das Speichern und Verändern von Einstellungen auf dem blueReader.
    3. libBlueReader für iOS.
    4. libLibre für iOS.
    5. App welche die grundlegenden Funktionen unter iOS bereit stellt.
    6. Android-Versionen der Software.

Also einiges noch zu tun 🙂

Einen ganz lieben Dank auch noch mal an alle bisherigen Unterstützer! Ihr seid großartig! Bitte macht weiter Werbung für dieses Projekt, damit wir es irgendwie noch hinbekommen!

Alle interessierten: Hier geht es zu der Unterstützungsseite.. https://www.startnext.com/bluereader
Ist euch irgendetwas unklar? Habt Ihr Fragen oder Anregungen? Bitte schreibt mir! Entweder hier, per Kommentar, per Facebook, Twitter oder Email. Ich versuche alle Anfragen so schnell wie möglich zu beantworten 🙂

Ein neuer Tag…

… und weiter geht es!

Nach meinen letzten Beitrag haben mich einige Nachrichten mit Anmerkungen und Fragen zu dem blueReader erreicht. Aber dazu gleich mehr…

Heute gab es direkt zwei gute Nachrichten:

  1. Wir sind einen großen Schritt weiter was den Prototypen angeht. Es gibt eine erste Antenne mit der alles wie erhofft funktioniert! Somit können wir planmässig mit der Optimierung fortfahren und hoffentlich bald ein neues Layout und erste Skizzen zeigen wie der finale blueReader aussehen wird.
  2. Meine Zwischenfinanzierung für das Projekt steht. Da es ja noch eine Weile dauern wird, bis das Startnext-Projekt live geschaltet wird, da ich zunächst noch die Firma gründen muss, einen Imagefilm für Startnext mir ausdenken muss und vieles kleines mehr, soll ja dennoch die Entwicklung voran gehen. Voran zu gehen bedeutet aber auch fast immer das irgendwas Geld kostet und genau dieses Geld für die nächsten Schritte habe ich heute bereit stellen können 🙂

Jetzt zu den ganzen Fragen und hoffentlich auch den passenden Antworten:

  1. Wird das Libre dadurch zu einem rtCGM um es von der Krankenkasse bezahlt zu bekommen?
    NEIN, den laut Abbott ist das Libre kein rtCGM. Ob man sich ein Handy um den Arm bindet um dauerhaft Messwerte und Alarme zu bekommen oder man den blueReader dafür verwendet ändert nichts an der Tatsache das der Libre, so wie es von Abbott verkauft wird, nicht eine gesicherte Fähigkeit hat einen Alarm auszulösen. Auch mit dem blueReader wird es keine Sicherheit geben!
  2. Warum soll ich dann den blueReader unterstützen?
    Weil er günstiger als herkömmliche CGM-Systeme in Verbindung mit einem Libre Sensor ist. Das mag für die Personen die den Libre verschrieben bekommen sehr interessant sein, für Personen die ein CGM bekommen vollkommen egal sein und für den Rest, der weder das eine noch das andere auf Rezept bekommt und alles aus eigener Tasche zahlen muss, der Unterschied ob eine kontinuierliche Blutzuckerüberwachung finanzierbar ist oder nicht.
  3. Warum beziehe ich mich in der Kampagne nicht direkt auf den Libre?
    Weil der Libre Abbott gehört, stammt Trademark und allen Patenten, und der blueReader eigentlich gar nichts mit dem Libre zu tun hat, ausser das er zufällig die gleiche Technologie benutzt wie der Libre Sensor.
    Aber ich werde versuchen hier mehr auf die praktischen Aspekte einzugehen, warum das Projekt sich lohnt und welche Vorteile dadurch entstehen können.
  4. Wird es eine App geben?
    Ja, aber nicht von der Firma die den blueReader verkaufen wird, sondern von mir als Privatperson. Darüberhinaus wird die App auch, zumindest unter Android, das Auslesen direkt über NFC-Chip unterstützen und vieles mehr. Mehr zu der App zu einer anderen Zeit 🙂
  5. Wie groß wird der blueReader?
    So klein wie möglich, so groß wie nötig! Da wir noch in der Entwicklung sind, kann ich noch nicht sagen wie groß oder klein das fertige Gerät sein wird, oder auch sein muss. Sobald ich dazu was weiss, werde ich es aber mitteilen!
  6. Wann wird der blueReader auf den Markt kommen?
    Sobald wir fertig sind! Das wird aber noch einige Wochen dauern. Derzeit hoffe ich im August die ersten Geräte in einer Testserie produzieren zu können und dann die notwendigen Tests, Zertifizierungen und den ganzen Rest durchlaufen zu können.
  7. Kann ich den blueReader Testen?
    Leider nein, sofern du nicht einen Lötkolben bedienen magst, oder jemanden findest der dir einen Prototyp zusammen baut. Die Teile bekommst du für etwa 55 Euro bei Amazon und warbuchtec, zuzüglich Versand und einen passenden Programmer (ca 50 Euro bei digikey). Das Zusammenlöten ist nicht sonderlich schwer, nur das Aufspielen der ersten Firmware um Updates over the Air machen zu können. Alle Sourcen, Apps, Beschreibungen sind in diesem Blog mit Bildern vorhanden. Eine leichtere Alternative zum bauen könnte der LimiTTer sein.
    Warum kommt so eine bissige Antwort auf diese Frage? Weil das Zeug nen Haufen Geld kostet und ich Testpersonen mit hohem technischen Verständnis benötige um Fehler zu finden und Lösungen zu erarbeiten.
  8. Wie teuer wird der blueReader?
    So teuer wie nötig, aber so billig wie möglich. Da ich eine gut laufende Firma mit einem halbwegs sicheren Einkommen bereits habe, habe ich kein Interesse mit dem blueReader mehr Geld als nötig zu verdienen. Warum mehr Geld als nötig? Weil leider alles Geld kostet und selbst der Jahresabschluss für eine Firma die keine Gewinne macht Geld kostet.
    Die ersten blueReader werden auf jeden Fall etwas teurer sein als die weiteren Chargen, dass hat damit zu tun, dass wir am Anfang ein höheres Risiko eingehen, dass die Geräte noch Serienfehler haben und wir im schlimmsten Fall eine komplette Produktion von Geräten euch ersetzen müssen. Sobald klar ist, dass die Geräte funktionieren ist derzeit die Preisspanne zwischen 59 Euro und 99 Euro realistisch. Ein wichtiges Ziel in der Entwicklung für mich war es bisher den Preis unter 100 Euro zu bekommen.
    Zusätzlich verpflichte ich mich, falls die Firma Gewinne nach allen Kosten und Rücklagen abwerfen sollte, diese entweder gezielt in weitere Projekte für Diabetiker zu investieren oder Organisationen wie der NightScout Foundation, die sehr aktiv im Bereich Diabetes arbeiten, zu Spenden!

Ich hoffe ich konnte eure Fragen beantworten… Wenn nicht, so stellt mehr und weitere Fragen!