Auf geht es!

Aber wohin?

  1. Richtung Startet Kampagne. Dank vieler Helfer sind die Texte nun korrigiert, übersetzt und auf der Kampagnenseite eingestellt. Jetzt muss ich nur noch den Film zu Ende erstellen und schon wird die Kampagne gestartet.
  2. Richtung Firma. Diese ist nun komplett Angemeldet, Eingetragen und steht bereit die weitere Entwicklung zu tragen.
  3. Richtung neuer Prototyp. Morgen soll ich die ersten Platinen der zweiten Generation in der Hand halten können. Dann wird es auch langsam sich klären, wie groß oder klein das finale Gerät sein wird.

Dafür hatte ich am Wochenende mal ein wenig gebastelt und das Gerät in 123D Design nachgebaut und mit einer Hülle versehen:Screen Shot 2016-08-27 at 17.41.16

Die Größe ist nur eine Abschätzung, da ich derzeit keine Zeichnungen und Layouts von den Platinen habe.

Wenn das was ich aus dem Kopf zusammengetragen habe passen sollte, wäre eine mögliche Form für das Gehäuse:
IMG_0032 IMG_0035

Schauen wir also morgen mal weiter…

kleine Meldung zwischendurch…

Leider wurde das Projekt durch die Ferien etwas ausgebremst…

Derzeit warte ich auf die Freigabe des Amtsgerichtes für die Firmeneintragung um endlich die Startnext-Kampange starten zu können.

Ansonsten wird gerade noch an dem Filmchen für die Kampagne und der englischen Übersetzung gearbeitet.

Auch auf der Prototypenseite sind wir gerade etwas durch die Ferien ausgebremst. Die neuen Platinen sind zwar schon da, aber die müssen bis nach dem verdienten Urlaub des Ingenieurs auf ihre Bestückung warten.

Der weilen bin ich dabei Fortschritte mit der Software zu machen, aber dazu wann anders mehr 🙂

Es wird…

… kleiner! 

Das grüne war unser erster Prototyp. Ohne Ladeelektronik und ja auch erstmal nur zum testen. Das kleine rechts auf dem Papier ist ein Entwurf für die neue Platine. 

 Hier kann man einen passenden Akku als Größenvergleich zu dem Sensor sehen. Der rote Kreis ist die aufgemalte Antenne. 

Es wird also winzig!

Der Zeitplan ist in Ca zwei Wochen die erste solche Platine real in der Hand zu halten.

Danach muss noch geschaut werden, ob alles so passt und ob der geplante induktive Lader auch gut dazu passt.  

Die Firma wird…

blueToolz-logo2

blueToolz UG (Haftungsbeschränkt) wird nun die Firma sein, die offiziell den blueReader weiter entwickeln wird.

Ein neuer Tag…

… und weiter geht es!

Nach meinen letzten Beitrag haben mich einige Nachrichten mit Anmerkungen und Fragen zu dem blueReader erreicht. Aber dazu gleich mehr…

Heute gab es direkt zwei gute Nachrichten:

  1. Wir sind einen großen Schritt weiter was den Prototypen angeht. Es gibt eine erste Antenne mit der alles wie erhofft funktioniert! Somit können wir planmässig mit der Optimierung fortfahren und hoffentlich bald ein neues Layout und erste Skizzen zeigen wie der finale blueReader aussehen wird.
  2. Meine Zwischenfinanzierung für das Projekt steht. Da es ja noch eine Weile dauern wird, bis das Startnext-Projekt live geschaltet wird, da ich zunächst noch die Firma gründen muss, einen Imagefilm für Startnext mir ausdenken muss und vieles kleines mehr, soll ja dennoch die Entwicklung voran gehen. Voran zu gehen bedeutet aber auch fast immer das irgendwas Geld kostet und genau dieses Geld für die nächsten Schritte habe ich heute bereit stellen können 🙂

Jetzt zu den ganzen Fragen und hoffentlich auch den passenden Antworten:

  1. Wird das Libre dadurch zu einem rtCGM um es von der Krankenkasse bezahlt zu bekommen?
    NEIN, den laut Abbott ist das Libre kein rtCGM. Ob man sich ein Handy um den Arm bindet um dauerhaft Messwerte und Alarme zu bekommen oder man den blueReader dafür verwendet ändert nichts an der Tatsache das der Libre, so wie es von Abbott verkauft wird, nicht eine gesicherte Fähigkeit hat einen Alarm auszulösen. Auch mit dem blueReader wird es keine Sicherheit geben!
  2. Warum soll ich dann den blueReader unterstützen?
    Weil er günstiger als herkömmliche CGM-Systeme in Verbindung mit einem Libre Sensor ist. Das mag für die Personen die den Libre verschrieben bekommen sehr interessant sein, für Personen die ein CGM bekommen vollkommen egal sein und für den Rest, der weder das eine noch das andere auf Rezept bekommt und alles aus eigener Tasche zahlen muss, der Unterschied ob eine kontinuierliche Blutzuckerüberwachung finanzierbar ist oder nicht.
  3. Warum beziehe ich mich in der Kampagne nicht direkt auf den Libre?
    Weil der Libre Abbott gehört, stammt Trademark und allen Patenten, und der blueReader eigentlich gar nichts mit dem Libre zu tun hat, ausser das er zufällig die gleiche Technologie benutzt wie der Libre Sensor.
    Aber ich werde versuchen hier mehr auf die praktischen Aspekte einzugehen, warum das Projekt sich lohnt und welche Vorteile dadurch entstehen können.
  4. Wird es eine App geben?
    Ja, aber nicht von der Firma die den blueReader verkaufen wird, sondern von mir als Privatperson. Darüberhinaus wird die App auch, zumindest unter Android, das Auslesen direkt über NFC-Chip unterstützen und vieles mehr. Mehr zu der App zu einer anderen Zeit 🙂
  5. Wie groß wird der blueReader?
    So klein wie möglich, so groß wie nötig! Da wir noch in der Entwicklung sind, kann ich noch nicht sagen wie groß oder klein das fertige Gerät sein wird, oder auch sein muss. Sobald ich dazu was weiss, werde ich es aber mitteilen!
  6. Wann wird der blueReader auf den Markt kommen?
    Sobald wir fertig sind! Das wird aber noch einige Wochen dauern. Derzeit hoffe ich im August die ersten Geräte in einer Testserie produzieren zu können und dann die notwendigen Tests, Zertifizierungen und den ganzen Rest durchlaufen zu können.
  7. Kann ich den blueReader Testen?
    Leider nein, sofern du nicht einen Lötkolben bedienen magst, oder jemanden findest der dir einen Prototyp zusammen baut. Die Teile bekommst du für etwa 55 Euro bei Amazon und warbuchtec, zuzüglich Versand und einen passenden Programmer (ca 50 Euro bei digikey). Das Zusammenlöten ist nicht sonderlich schwer, nur das Aufspielen der ersten Firmware um Updates over the Air machen zu können. Alle Sourcen, Apps, Beschreibungen sind in diesem Blog mit Bildern vorhanden. Eine leichtere Alternative zum bauen könnte der LimiTTer sein.
    Warum kommt so eine bissige Antwort auf diese Frage? Weil das Zeug nen Haufen Geld kostet und ich Testpersonen mit hohem technischen Verständnis benötige um Fehler zu finden und Lösungen zu erarbeiten.
  8. Wie teuer wird der blueReader?
    So teuer wie nötig, aber so billig wie möglich. Da ich eine gut laufende Firma mit einem halbwegs sicheren Einkommen bereits habe, habe ich kein Interesse mit dem blueReader mehr Geld als nötig zu verdienen. Warum mehr Geld als nötig? Weil leider alles Geld kostet und selbst der Jahresabschluss für eine Firma die keine Gewinne macht Geld kostet.
    Die ersten blueReader werden auf jeden Fall etwas teurer sein als die weiteren Chargen, dass hat damit zu tun, dass wir am Anfang ein höheres Risiko eingehen, dass die Geräte noch Serienfehler haben und wir im schlimmsten Fall eine komplette Produktion von Geräten euch ersetzen müssen. Sobald klar ist, dass die Geräte funktionieren ist derzeit die Preisspanne zwischen 59 Euro und 99 Euro realistisch. Ein wichtiges Ziel in der Entwicklung für mich war es bisher den Preis unter 100 Euro zu bekommen.
    Zusätzlich verpflichte ich mich, falls die Firma Gewinne nach allen Kosten und Rücklagen abwerfen sollte, diese entweder gezielt in weitere Projekte für Diabetiker zu investieren oder Organisationen wie der NightScout Foundation, die sehr aktiv im Bereich Diabetes arbeiten, zu Spenden!

Ich hoffe ich konnte eure Fragen beantworten… Wenn nicht, so stellt mehr und weitere Fragen!

Der nächste Schritt…

… Wird der schwerste werden!

Heute konnte ich mehr über die Kosten erfahren und muss sagen, es wird nicht gerade günstig…
Bisher habe ich schon gut 3.000 Euro für dieses Projekt ausgegeben und viel mehr Geld wird noch benötigt um dieses Projekt zu einem Produkt zu Ende zu entwickeln.

Deswegen habe ich auf Kickstarter eine Kampagne gestartet: https://www.startnext.com/bluereader

Bitte schaut sie euch an, gebt mir Feedback wie ich das noch interessanter Beschreiben kann und wenn ihr könnt, unterstützt mich!

Gehts noch größer?

Endlich gibt es die ersten Platinen:
IMG_1913imageWas für ein Spass beim Löten… Aber Ende gut, (fast) alles gut 🙂

Leider ging das erste Board nicht auf Anhieb, somit musste ich zunächst mit dem zweiten fast komplett bestückten Board weiter machen:
IMG_1916
IMG_1922Diesem Board fehlt leider noch der NFC-Chip, aber den Rest konnte ich schon mal Testen und in Betrieb nehmen. Heute bekomme ich wahrscheinlich auch das Board mit dem NFC-Chip wieder. Das Problem war glücklicherweise nicht fatal für das Board.

Was zuerst auffällt, ausser das es grün ist, ist das es riesig ist… Warum machen wir etwas, was möglichst klein sein sollte, so groß? Weil wir es können und müssen. Dies ist ja NICHT der endgültige blueReader, sondern nur ein weiterer Prototyp um die NFC-Funktionen zu testen. Bisher habe ich, genauso wie alle die eine eigene Lösung bauen (zum Beispiel LimiTTer) das bm019 Modul von Solutions Cubed für die Kommunikation mit dem Libre Sensor eingesetzt. Leider ist es quasi das einzige Modul was es auf dem Markt zu kaufen gibt, welches einen kompatiblen NFC-Chip besitzt. Den Chip den das Modul verwendet, ein STMicroelectronics CR95HF, kann man aber glücklicherweise auch so kaufen, nur muss man dann eine passende Antenne dazu bauen.

Deswegen ist die Platine so groß! Auf der Platine sind Anschlüsse für drei Antennen, zwei davon sind in um das Loch auf der Platine integriert. Wir werden jetzt schauen was welche Antenne kann und haben eigentlich das Ziel zunächst mal den gesamten Teil mit dem Loch von der Platine abtrennen zu können und durch einen Draht ersetzen zu können. In dem nächsten Schritt wird dann auch die Ladeelektronik und Anschlüsse für die Batterie mit auf die Platine gepackt. Derzeit „schwebt“ der Lader noch über der Platine. Dann kann man die gesamte Platine auch noch deutlich kleiner gestalten, was aber auch bedeutet das man sie nicht mehr von Hand löten kann. Das bestücken und verlöten einer solchen Platine dauert jetzt schon Stunden.

An mir liegt es jetzt auch möglichst schnell die Software weiter zu verbessern, damit wir das alles möglichst bald euch allen anbieten können. Heute habe ich erstmal den An- und Aus-Schalter programmiert. Klingt lächerlich? Ist es nicht ganz und braucht einige kleine Kniffe 🙂

Wenn alles nach Plan verläuft und die Antennen Funktionieren, können wir vielleicht schon in der nächsten Woche einen weiteren Prototypen planen und vielleicht noch diesen Monat testen. Dann wären wir wahrscheinlich schon kurz vor einem kaufbaren Produkt im Juli!