Ein neuer Tag…

… und weiter geht es!

Nach meinen letzten Beitrag haben mich einige Nachrichten mit Anmerkungen und Fragen zu dem blueReader erreicht. Aber dazu gleich mehr…

Heute gab es direkt zwei gute Nachrichten:

  1. Wir sind einen großen Schritt weiter was den Prototypen angeht. Es gibt eine erste Antenne mit der alles wie erhofft funktioniert! Somit können wir planmässig mit der Optimierung fortfahren und hoffentlich bald ein neues Layout und erste Skizzen zeigen wie der finale blueReader aussehen wird.
  2. Meine Zwischenfinanzierung für das Projekt steht. Da es ja noch eine Weile dauern wird, bis das Startnext-Projekt live geschaltet wird, da ich zunächst noch die Firma gründen muss, einen Imagefilm für Startnext mir ausdenken muss und vieles kleines mehr, soll ja dennoch die Entwicklung voran gehen. Voran zu gehen bedeutet aber auch fast immer das irgendwas Geld kostet und genau dieses Geld für die nächsten Schritte habe ich heute bereit stellen können 🙂

Jetzt zu den ganzen Fragen und hoffentlich auch den passenden Antworten:

  1. Wird das Libre dadurch zu einem rtCGM um es von der Krankenkasse bezahlt zu bekommen?
    NEIN, den laut Abbott ist das Libre kein rtCGM. Ob man sich ein Handy um den Arm bindet um dauerhaft Messwerte und Alarme zu bekommen oder man den blueReader dafür verwendet ändert nichts an der Tatsache das der Libre, so wie es von Abbott verkauft wird, nicht eine gesicherte Fähigkeit hat einen Alarm auszulösen. Auch mit dem blueReader wird es keine Sicherheit geben!
  2. Warum soll ich dann den blueReader unterstützen?
    Weil er günstiger als herkömmliche CGM-Systeme in Verbindung mit einem Libre Sensor ist. Das mag für die Personen die den Libre verschrieben bekommen sehr interessant sein, für Personen die ein CGM bekommen vollkommen egal sein und für den Rest, der weder das eine noch das andere auf Rezept bekommt und alles aus eigener Tasche zahlen muss, der Unterschied ob eine kontinuierliche Blutzuckerüberwachung finanzierbar ist oder nicht.
  3. Warum beziehe ich mich in der Kampagne nicht direkt auf den Libre?
    Weil der Libre Abbott gehört, stammt Trademark und allen Patenten, und der blueReader eigentlich gar nichts mit dem Libre zu tun hat, ausser das er zufällig die gleiche Technologie benutzt wie der Libre Sensor.
    Aber ich werde versuchen hier mehr auf die praktischen Aspekte einzugehen, warum das Projekt sich lohnt und welche Vorteile dadurch entstehen können.
  4. Wird es eine App geben?
    Ja, aber nicht von der Firma die den blueReader verkaufen wird, sondern von mir als Privatperson. Darüberhinaus wird die App auch, zumindest unter Android, das Auslesen direkt über NFC-Chip unterstützen und vieles mehr. Mehr zu der App zu einer anderen Zeit 🙂
  5. Wie groß wird der blueReader?
    So klein wie möglich, so groß wie nötig! Da wir noch in der Entwicklung sind, kann ich noch nicht sagen wie groß oder klein das fertige Gerät sein wird, oder auch sein muss. Sobald ich dazu was weiss, werde ich es aber mitteilen!
  6. Wann wird der blueReader auf den Markt kommen?
    Sobald wir fertig sind! Das wird aber noch einige Wochen dauern. Derzeit hoffe ich im August die ersten Geräte in einer Testserie produzieren zu können und dann die notwendigen Tests, Zertifizierungen und den ganzen Rest durchlaufen zu können.
  7. Kann ich den blueReader Testen?
    Leider nein, sofern du nicht einen Lötkolben bedienen magst, oder jemanden findest der dir einen Prototyp zusammen baut. Die Teile bekommst du für etwa 55 Euro bei Amazon und warbuchtec, zuzüglich Versand und einen passenden Programmer (ca 50 Euro bei digikey). Das Zusammenlöten ist nicht sonderlich schwer, nur das Aufspielen der ersten Firmware um Updates over the Air machen zu können. Alle Sourcen, Apps, Beschreibungen sind in diesem Blog mit Bildern vorhanden. Eine leichtere Alternative zum bauen könnte der LimiTTer sein.
    Warum kommt so eine bissige Antwort auf diese Frage? Weil das Zeug nen Haufen Geld kostet und ich Testpersonen mit hohem technischen Verständnis benötige um Fehler zu finden und Lösungen zu erarbeiten.
  8. Wie teuer wird der blueReader?
    So teuer wie nötig, aber so billig wie möglich. Da ich eine gut laufende Firma mit einem halbwegs sicheren Einkommen bereits habe, habe ich kein Interesse mit dem blueReader mehr Geld als nötig zu verdienen. Warum mehr Geld als nötig? Weil leider alles Geld kostet und selbst der Jahresabschluss für eine Firma die keine Gewinne macht Geld kostet.
    Die ersten blueReader werden auf jeden Fall etwas teurer sein als die weiteren Chargen, dass hat damit zu tun, dass wir am Anfang ein höheres Risiko eingehen, dass die Geräte noch Serienfehler haben und wir im schlimmsten Fall eine komplette Produktion von Geräten euch ersetzen müssen. Sobald klar ist, dass die Geräte funktionieren ist derzeit die Preisspanne zwischen 59 Euro und 99 Euro realistisch. Ein wichtiges Ziel in der Entwicklung für mich war es bisher den Preis unter 100 Euro zu bekommen.
    Zusätzlich verpflichte ich mich, falls die Firma Gewinne nach allen Kosten und Rücklagen abwerfen sollte, diese entweder gezielt in weitere Projekte für Diabetiker zu investieren oder Organisationen wie der NightScout Foundation, die sehr aktiv im Bereich Diabetes arbeiten, zu Spenden!

Ich hoffe ich konnte eure Fragen beantworten… Wenn nicht, so stellt mehr und weitere Fragen!