Der finale Countdown…

…beginnt!

Warum hab ich mich schon wieder so lange nicht gemeldet?

Weil ich ganz viel gearbeitet habe! Aber was gab es noch so viel zu tun?

Wir haben noch das eine oder andere kleine Problem gefunden und ich habe mit der finalen Firmware für die blueReader angefangen. Dabei gab es auch noch das eine oder andere Problem mit der Software und viele kleine Überraschungen:

Die meisten Kopfschmerzen hatte mir immer der Energieverbrauch gemacht, also haben wir gemessen, gebastelt und ausprobiert um herauszufinden wo die ganze Energie hingeht obwohl wir doch einen der Energie-Effizientesten Chips verwenden die es auf dem Markt gibt (Der nRF52 ist natürlich noch deutlich besser, aber war beim Start des Projektes noch nicht verfügbar).

Die Antwort war gar nicht so einfach, zunächst haben wir die Hardware Schritt für Schritt zerlegt (bzw Platinen nur Teilweise bestückt) um den realen Verbrauch einzelner Komponenten zu bestimmen.

Dies brachte nur eine kleine Verbesserung, eine überflüssige Diode konnte aus dem Bestückungsplan gestrichen werden und bringt uns minimal mehr Energie beim Laden des blueReaders, aber nichts was eine Signifikanz darstellt.

Also hab ich mit der Software weiter gemacht. Wo kann da Energie verschwendet werden? Dabei sind ein paar kleinere Dinge aufgefallen, wie zum Beispiel das es auf Seite 41 der Referenzdokumentation des NFC-Chips eine Fußnote zu einer Tabelle gibt die eine Funktion beschreibt die schlicht in der Dokumentation des Protokolls fehlt und hilft eine Menge Energie zu sparen. Diese und viele kleine andere Änderungen brachten mich dann auf eine stabile Laufzeit von zwei Tagen mit einer Ladung.

Das war aber immer noch nicht im Bereich von dem was ich als irgendwie akzeptabel betrachten wollte. Danach begann eine über eine Woche dauernde Odyssee mit den Internas des BLE-Chips…

Nach kurzer Zeit war es klar, dass ein Fehler in dem Management der Verbindung zwischen BLE- und NFC-Chip dazu führte das ich viel zu viel Energie für nichts verbrauchte und noch mehr, weil dadurch teilweise der NFC-Chip nicht schlafen gelegt wurde. Resultat: über 3 Tage Laufzeit sind möglich. Dabei kam es aber immer wieder zu Fehlern in Timern, das sind Codeschnipsel die nach einer bestimmten Zeit oder in bestimmten Abständen ausgeführt werden. Dies brachte mich dann auf die Zielgerade…

Nachdem ich unglaubliche Mengen an Dokumentationen zu dem Thema der Timer verschlungen hatte konnte ich den Code neu Strukturieren und ging erwartungsvoll in die ersten Messungen:

Für alle die nur ein buntes Bild da sehen: Das ist ein Messgerät, eigentlich was recht teures, dieses aber selber gebaut 🙂 Für alle anderen: Eine Messung mit einem 10Ohm Shunt, Raster 20ms / 0.1V, großes Plateau ist auslesen des Libre-Sensors, kleines Plateau Übertragung der Daten ans Handy, Tail ist Standby mit aktiver BLE-Verbindung…

Der Energiebedarf ist nun vernachlässigbar! Vernachlässigbar? Ja! Rechnerisch sollte das System jetzt über 25 Tage laufen mit einer Ladung 😀 Aber ich werde nun nicht warten bis es leer ist bevor ich die ersten Geräte ausliefern werde… Aber ich werde natürlich einen Post dazu verfassen sobald ich die ersten verlässlichen Daten habe!

Wenn die Berechnung mit der Realität übereinstimmen sollte, reicht es bei dem Sensorwechsel den blueReader für die Warmup-Zeit in das Ladegerät zu packen und somit auf jeden Fall genug Energie für die nächsten 14 Tage zu haben, aber wie gesagt, erstmal Daten abwarten!

Ach so, die Daten beziehen sich auch auf etwas veränderte Parameter.. bisher haben alle Lösungen den Sensor maximal alle 5 Minuten ausgelesen, dieser speichert aber jede Minute einen neuen Wert! Also hab ich für diese Tests und Berechnungen das Intervall auch auf eine Minute gesenkt 🙂

Wie geht es jetzt weiter?

  • Ein paar kleine Änderungen sind an der Firmware noch Notwendig um diese Ausliefern zu können.
  • Diese Änderungen beabsichtige ich bis Montag abgeschlossen zu haben.
  • Hier warten mittlerweile knapp 20 Geräte auf diese Firmware (alle transparent, mit und ohne Magnete) die dann direkt versendet werden sollen 🙂

Also schauen wir mal was dieses Wochenende noch alles an freudigen Überraschungen bringt!

Der Stein…

… der mich so lange blockiert hatte kommt endlich ins Rollen!

Durch die zwei Firmen und die Menge an unfertigen Aufgaben in beiden habe ich in den letzten Wochen erheblich unter burn out gelitten :/

Aber nun bin ich bei vielen Aufgaben weiter gekommen und auch hier geht es wieder weiter!

Die Bestellseite ist nun da 😀

Unter https://bluetoolz.de/blueorder kann man nun blueReader vorbestellen! Alle Teilnehmer an der Crowdfunding-Kampange bekommen ab morgen ihre Schlüssel um ebenfalls Geräte bestellen zu können!

Die Zuteilung erfolgt nach einem ganz einfachen Prinzip:

  1. Die Unterstützer bekommen zuerst die Geräte die sie bestellen.
  2. Wenn eine Sorte im Überfluss vorhanden ist, so bekommen die Vorbesteller die Möglichkeit die Geräte zu kaufen.
  3. Die Geräte kosten 225 EUR, inklusive Versand und Steuern.

Soviel erst mal zu heute, ab morgen die Schlüssel und danach mehr Details zur Software, Apps und dem ganzen Rest 🙂

Die Finanzierung steht…

… endlich sind alle Unterschriften geleistet, alle Bestätigungen ausgefüllt und alle Dokumente erfolgreich geprüft worden!

Jetzt heißt es noch bis Anfang November warten, bis die Auszahlung stattfindet. Das dauert so lange, weil Lastschriften und co einfach zurück gebucht werden könnten und damit ich mich nicht um all diese Details der Zahlungen kümmern muss, wird der gesamte Betrag erst nach Ablauf der Frist an mich überwiesen.

Das heisst aber nicht das wir bis dahin nichts tun werden! Der nächste Prototyp ist unterwegs und die Boards sind bestellt. Ich hoffe das ich zum Ende der Woche da ein paar Neuigkeiten verkünden kann!

Es kam die letzten Tage immer wieder die Frage, ob man noch einsteigen kann:
Ja, aber erst, wenn alle anderen ihre Geräte bekommen haben. Also wenn die Testseriengeräte produziert und verschickt sind, werde ich schauen, wie viele Geräte noch verfügbar sind. Für diese wird es dann ein Formular hier auf den Seiten geben, worüber die letzten Testseriengeräte bestellt werden können.
Das gleiche gilt auch für die Seriengeräte. Sobald die erste Serie produziert  und verschickt wurde werde ich auch wieder die übrig gebliebenen Geräte anbieten.

Nach der ersten Serie wird es ein ganz normales Bestellsystem auf der Produktseite geben.

weiter geht es…

Die Kampagne ist nun zu Ende, jetzt heisst es warten…

Mit 28.610 Euro wurde die Kampagne unterstützt, jetzt wird Startnext anfangen und das Geld, von allen die per Lastschrift und Kreditkarte bezahlt haben, einziehen. Wenn alles gut geht und nicht zu viele Buchungen wegen nicht gedeckten Konten zurück gehen, werde ich in den nächsten Tagen von Startnext Bescheid bekommen und dann wird die Auszahlung veranlasst. Das kann aber, laut Startnext, bis zu 14 Tage dauern…

Inzwischen lohnt sich ein Blick auf die Daten hinter der Kampagne:

  • 151 Personen haben im Schnitt 189,47 Euro zu dem Erfolg beigetragen.
  • 5.866 Besuche wurden auf diesem Blog gezählt und 10.020 Artikel gelesen.
  • Nach Gebühren sollen durch Startnext 27.465,60 Euro ausgezahlt werden.

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So sah der Verlauf der Unterstützung aus:

  • Gelb sind die minimalen 24.000 Euro, linear verteilt über alle Tage der Kampagne
  • Grün ist der Tagesstand der Unterstützungen
  • Blau sind die jeweiligen Summen des Tages

Was kann man aus den Zahlen lesen?

  1. Eine Menge von Interessierten hat direkt in den ersten Tagen die Kampagne unterstützt.
  2. Nach dieser ersten Welle wurde es ruhig.
  3. Kurz vor dem ersten Endtermin haben noch einige schnell ihre Unterstützung zugesagt.
  4. Mit der Verlängerung kamen immer wieder kleinere Summen, aber nicht genügend um den 24.000 auch nur nahe zu kommen.
  5. Erst vier Tage vor dem finalen Ende und nach der Senkung des Betrages auf 24.000 Euro, von den eigentlich erhofften 33.000 Euro, kam es zu den gleichen Effekt wie vor dem ersten angesetzten Ende.
  6. Drei tage vor Ende war dann die Summe erreicht.
  7. Die letzten zwei Tage vor dem Ende kamen dann noch mal fast 6.000 Euro dazu, nachdem klar war dass die Kampagne Erfolg haben wird.

Daraus hab ich gelernt, dass man ein verdammt dickes Fell braucht um eine solche Kampagne durchzustehen, das mediale Präsenz alles ist, man ein riesiges Netzwerk benötigt um eine solche Idee verkaufen zu können und eine Menge Geduld und Zeit um möglichst viele Anfragen persönlich und zeitnah beantworten zu können!

Aber definitiv mal eine neue Erfahrung die es bisher Wert war! Normalerweise habe ich feste Aufträge, mit festen, vorher festgelegten, Budget oder Stunden/Tage/Wochen-bezogenen Abrechnungen.

Auch wenn jetzt noch nicht klar ist, wann genau das Geld kommen wird und welche Beträge dann fehlen werden, geht es heute direkt weiterhin der Planung des nächsten Prototypens!

Einen riesigen Dank noch mal an euch alle! Ich freue mich riesig das es funktioniert hat und das es so gut funktioniert hat!

Der Anfang ist geschafft…

… das Projekt wird weiter gehen!

Einen riesigen Dank an alle Unterstützer die mit Ihrer Unterstützung die Kampagne, kurz vor knapp, noch zu einem Erfolg geführt haben.

Für alle die noch kein Gerät über https://www.startnext.com/bluereader bestellt haben: Es gibt noch bestellbare Testseriengeräte! Ihr könnt immer noch von Anfang an dabei sein!

Jeder Euro, der jetzt noch an Unterstützung kommt, hilft uns schneller und mit geringeren Risiko die Serienproduktion voran zu treiben. Wundervoll wäre es natürlich, wenn wir noch auf die ursprünglich veranschlagten 33.000 Euro kommen würden, aber auch mit 24.000 Euro werden wir es in dem gesteckten Zeitrahmen schaffen!

Einen besonderen Dank möchte ich auch den zahlreichen Teilnehmern in https://gitter.im/LadyViktoria/germanLOOP richten. Ihr seit Wahnsinnig! Im guten, wie im verrückten 😉 Ohne eure Unterstützung, eure Hilfe und euer Feedback wäre ich nie so weit gekommen!

Wie geht es nun weiter?

  1. Antennentest:
    Nächste Woche sollen die ersten V2 Prototypen mit den finalen Antennen laufen. Dann werden wir wieder mehr über die minimale Größe des blueReaders und unsere weitere Optionen wissen.
  2. Entwicklung des V2.2 Prototypen:
    Diesen Prototypen brauchen wir noch um zu schauen, wie klein wir das Board noch bekommen können und ob es möglich ist, die Antenne für das Laden des Gerätes auch direkt in die Platine integrieren können.
  3. Software:
    Die nächsten Schritte in der Software wird die erste präsentable Version der iOS Software sein. Gleichzeitig geht es mit den Optimierungen in der Firmware weiter um noch mehr Laufzeit aus einer Akkuladung zu bekommen.

Alle Fortschritte werde ich versuchen so schnell wie möglich hier auch bekannt zu geben und auch so zu erklären, das man nicht Elektrotechnik oder Informatik studiert haben muss um zu verstehen über was ich hier rede 🙂

Zusammengefasst, es bleibt spannend, auch wenn der erste große und wichtige Schritt nun erfolgreich gemeistert wurde und die weitere Finanzierung steht!

Die letzte Woche…

Nun fängt die letzte Woche des Fundraisings an…

Diesmal wird es keine Verlängerung mehr geben! Aber wird es klappen? Ich hoffe doch…

Was ist die letzte Woche in dem Projekt passiert?

Wir haben sehr viel Energie in die Planung gesteckt und geschaut, wo wir noch Geld einsparen können:

Wir brauchen wohl nur noch einen weiteren Prototypen (Version 2.2), da wir die meisten Probleme und Fehler in dem Design bereits mit aktuellen Prototypen (Version 2) finden konnten.
Geplant waren eigentlich noch bis zu 3 weitere Prototypen um das finale Gerät für die Testserie produzieren zu können.

Was wird sich an Version 2.2 noch ändern?

Dieser Prototyp wird eine in das Mainboard integrierte Antenne zum kabellosen Laden haben, eine flexible und für die Anwendung optimierte NFC-Antenne besitzen und noch mal kleiner als der Prototyp 2 sein. Darüber hinaus bauen wir noch ein paar Teile mit auf die Platine um noch mehr Strom sparen zu können.

Ach ja Stromverbrauch, da war ja noch was…

Derzeit schaue ich noch, welche weiteren Optionen ich habe um noch mehr Energie sparen zu können. Leider hatten die Experimente einige Rückschläge erlitten, da ich meine beiden Prototypen (Version 2) bei den Experimenten zerstörte. Jetzt warte ich gerade auf neue Prototypen, um endlich die durch die Softwareoptimierung erreichbare Laufzeit messen zu können.

Derzeit benutze ich wieder eine ganz frühere Variante (den in dem Beitrag   „klobiger geht immer…“ vorgestellten), aber mit der aktuellen Software. Auch wenn selbst diese Größe  mich im Alltag nicht stört, so ist es doch ein ziemlicher Unterschied zu dem Version 2 Prototypen…

Was heisst aber nun, das Projekt wird günstiger?

Statt 33.000 Euro veranschlagen wir nun nur noch 24.000 EUR ! Also 9.000 Euro weniger als wir ursprünglich geplant hatten und somit sind wir nur noch 6.000 Euro statt 15.000 Euro von einer Erfolgreichen Finanzierung entfernt!

Jetzt muss ich das nur noch auf Startnext anpassen lassend hoffen, dass es noch genügend weitere Unterstützer geben wird um den restlichen Betrag noch zu erreichen!

Bis dahin teilt und liked Bitte alle das Projekt weiter, damit es so oder so noch eine Chance hat finanziert zu werden!

und es geht weiter…

Wie ich bereits angekündigt hatte, geht die Startnext Kampagne tatsächlich weiter. Bis zu dem 17. 10. haben jetzt noch alle die Chance die Kampagne zu unterstützen!

Bitte teilt und liked die Beiträge auch weiterhin so fleißig! Laut den Besucherzahlen müsste nur die Hälfte alle Besucher 10€ beitragen und schon gäbe es den blueReader!

Was gibt es sonst neues? Der Prototyp mit veränderter Firmware rennt und rennt. Nach den ersten 9 Stunden Dauerbetrieb lief er gestern erstmal 16 Stunden ohne Probleme. Da ich aber die Überwachung der Batterie noch nicht eingebaut hatte, war der Akku dann sehr tief entladen und musste die letzte Nacht an einem richtigen Ladegerät verbringen.

Jetzt läuft der blueReader schon wieder 15 Stunden am Stück und ich bin gespannt wie lange er diesmal durchhält…

Es gab noch zwei häufige Fragen:

  • Beschädigt es nicht den Sensor, wenn er so oft gescannt wird?
    Nein, nach all unseren Erkenntnissen und Wissen über den verbauten Chip in dem Sensor bezieht dieser den Strom zum Auslesen über die NFC-Verbindung von dem blueReader . Man muss sich das so Vorstellen: Der Chip besteht aus zwei Teilen, der eine Teil misst eh jede Minute einen Wert und macht die ganze Vorauswertung. Diesen aktuellen Wert schreibt er in einen Speicher, wo die letzten 16 minütlichen Werte stehen. Zusätzlich schreibt er alle 15 Minuten einen historischen Wert in den Speicher. Das sind die Werte die man ausliest und aus denen er die Kurve der letzten 8 Stunden erzeugt. Der andere Teil des Chips ist für die Kommunikation mit dem Lesegerät, oder in unserem Fall blueReaders. Dieser Teil wird „aktiviert“ durch das elektrische Feld, welches das Lesegerät aufbaut. Dieses elektrische Feld findet nicht nur den Sensor, es versorgt ihn auch mit Strom und durch „Störungen“ des Feldes werden die Daten übertragen.
  • Wie befestigst du den blueReader am Sensor?
    Am Sensor befestige ich gar nichts. Ist mir viel zu riskant aus Versehen den Sensor raus zu reißen. Ich bezahle immer noch jeden Sensor aus eigener Tasche, da meine Krankenkasse dieses System nicht für notwendig hält…
  • Aber wie befestigst du den blueReader nun?
    Die ersten Prototypen hab ich vor allem mit Velcro (ein Industrie-Klettband, welches aus Klett und Stoff mit Klebeflächen besteht) befestigt. Ein Pflaster oder Wundverband über dem Sensor, darauf die eine Seite des Velcros, die andere Seite auf die Antenne des blueReaders. Der Nachteil dabei ist, das ist wirklich fest und ich hab viele Pflaster, bei dem Versuch den Prototypen zu lösen, abgerissen.
    Derzeit verwende ich einfach einen Streifen Leukosilk, also das Zeug mit dem normalerweise nach der vierteljährlichen Blutentnahme der Tupfer auf der Stelle festgemacht wird. Bilder dazu seht ihr dem vorhergehenden Beitrag.

Auf der technischen Seite bereite ich gerade die erste Version der „echten“ blueReader Firmware vor. Diese wird noch auf ein paar Funktionen verzichten müssen:

  • Verschlüsselung
  • Ändern des Namens
  • Ändern der Pin zum Verbinden
  • Softwareupdates über die Bluetooth-Verbindung

Aber bis zur finalen Version ist ja noch etwas Zeit. Ich fokussiere mich nun auf erstmal wichtige Features um schneller voran zu kommen und um allen Interessierten auch möglichst schnell Zugriff auf die Sourcen geben zu können.

Nebenbei möchte ich auch noch auf ein großartiges Projekt aufmerksam machen: openAPS

Was ist das nun schon wieder? Eine der vielen Möglichkeiten, wieso man einen blueReader einsetzen will.

Kurz nachdem ich angefangen habe mich mit der kontinuierlichen Überwachung meines Blutzuckers mit Hilfe des Libre-Sensors zu beschäftigen, stiess ich auf eine Truppe sehr experimentierfreudiger Diabetiker. Diese internationale Truppe von Diabetikern benutzt Daten aus allen möglichen verfügbaren CGM-Systemen mit nur einem Ziel: Eine Pumpe als künstliche Bauchspeicheldrüse einsetzen zu können!

Natürlich nicht ganz wir unsere echte Bauchspeicheldrüse, da der Zucker, vor allem der Gewebszucker, ja erst verzögert steigt, vor allem wenn wir schon was gegessen haben. Aber die meiste Zeit am Tag essen wir nix und dennoch können unsere Pumpen nicht immer auf unseren Tag reagieren. Wir stürzen in Unterzuckerungen, weil wir vergessen haben die Basalrate zu verringern oder zusätzliche Kohlenhydrate zu uns zu nehmen. Wir steigen, weil wir uns aufregen, Stress haben, krank sind oder einfach Kohlenhydrate nicht richtig bewertet haben.

Genau an diesen Stellen kann ein solches System helfen! Derzeit erprobe ich mein eigenes openAPS System, basierend auf einer Medtronic 522 Pumpe und dem blueReader Prototypen! Zwar liegt die Pumpe, noch mit Wasser gefüllt und nicht angeschlossen, neben mir, und ich schaue mir an was das System macht und warum, aber in den nächsten Tagen werde ich die ersten Experimente mit mir selber wagen 🙂 Bisher sehen die Vorhersagen von Werten und was ich danach durch den blueReader sehe und real, durch meine blutigen Messungen bestätige, sehr gut aus!

Wer sich für sowas interessiert, sollte sich auf jeden Fall mal über https://gitter.im in den Kanälen https://gitter.im/LadyViktoria/germanLOOP oder https://gitter.im/nightscout/intend-to-bolus einfinden und sich mehr Informationen erfragen 🙂

… und gerade hat sich auch wieder der blueReader verabschiedet, wieder nach 16 Stunden Dauerbetrieb, wo er, sehr stabil, alle 5 Minuten einen Wert Übertragen hat. Morgen werde ich weiter an den Energiesparoptionen arbeiten und schauen, ob ich ihn nicht in dieser Variante nicht doch noch deutlich über 20 Stunden Laufzeit bekomme…

Für die nächste Version ist bereits eine lange Wunschliste zusammen gekommen, die ich hoffentlich morgen oder Anfang nächster Woche mit meinem Elektroingenieur besprechen kann…

Es bleibt spannend!

In letzter Sekunde…

Wahrscheinlich haben sich schon einige gefragt was hier los ist. Die Kampagne ist fast zu Ende und keine neuen Informationen?!? Warum?!?

Die Antwort ist recht einfach: Ich hatte riesige Probleme mit dem Projekt! Wie ich im letzten Post bereits gesagt hatte kann ich leider das mbed-System nicht mehr benutzen und musste erstmal mit dem Setup und der Umgebung für ein reines openSource-Setup mit gcc klar kommen. Das war recht kompliziert und langwierig, aber ging irgendwann.

Leider war das noch kein Grund zum Jubeln 🙁 Den nix von dem was ich bisher für die Prototypen geschrieben hatte, funktionierte mit der neuen Umgebung. Nicht mal starten lies sich der blueReader…

Aber mit viel Recherche, noch mehr Fluchen, Kaffee und vielen Experimenten konnte ich mich den ganz verschiedenen Problemen nähern und eines nach dem anderen lösen!

Heute war es dann endlich soweit:

img_6488 img_6489 img_6492 img_6495 img_6497 img_6501Der Prototyp konnte endlich wieder in ein Gehäuse verpackt werden und getestet werden…

img_6506Und lieferte Daten! Die gezeigte App ist xDrip plus mit wenigen (noch nicht von mir veröffentlichten) Veränderungen und auf dem blueReader läuft eine Adaption von Jörns LimiTTer Software um die Daten erstmal ohne eine eigene App darstellen zu können und in mein NightScout zu bekommen.

Jetzt mag der eine oder andere Denken: Hat sie nicht mal versprochen auch eine eigene App zu entwickeln? Ja habe ich und werde ich auch noch, bzw Erweiterungen zu xDrip und entsprechende iOS Software, um die Daten auch ohne NightScout und co anzeigen und auswerten zu können! Dazu fehlte aber gerade erstmal die Zeit und ich habe erstmal die schnellste aller alternativen genommen um zu sehen ob der Prototyp nun richtig läuft.

Da mir das mit den Kabeln so zu unpraktisch war, habe ich den Prototypen auch noch mal neu verpackt:

img_6510 img_6511 img_6514 img_6515Und nun bin ich gespannt, ob er die Nacht über mir zuverlässig meine Werte liefern wird.

Wie geht es nun mit dem blueReader Projekt weiter?

  1. Die Kampagne ist fast zu Ende und leider ist noch nicht die Hälfte des Geldes zusammen. Ich bin zum einen dabei mit Startnext zu reden, ob wir die Kampagne verlängern können, da ich denke, jetzt mit funktionierenden Prototypen wird es auch interessanter für mehr Unterstützer dieses Projekt zu Unterstützen. Zum anderen bin ich mit meinem Ingenieur im Gespräch, wo wir noch Geld einsparen können.
  2. Wir bereiten einen weiteren Prototyp vor. Dieser wird deutlich kleiner und vor allem flacher, da wir eine Möglichkeit haben die Antenne für das Ladegerät in die Hauptplatine zu integrieren. Zusätzlich können wir eventuell die NFC-Antenne als einen flexiblen Teil aus der Hauptplatine schauen lassen, aber da fehlen noch ein paar Experimente und Informationen.
  3. Mit der nun laufenden Software, werde ich deutlich schneller wieder Updates zu den Funktionen und Apps herausbringen können. Die nächsten Ziele sind nun:
    1. Ansprechen der Hardware des blueReaders (derzeit fehlt noch die Funktion des Ausschalters und die Überwachung des Batteriestandes).
    2. Das Speichern und Verändern von Einstellungen auf dem blueReader.
    3. libBlueReader für iOS.
    4. libLibre für iOS.
    5. App welche die grundlegenden Funktionen unter iOS bereit stellt.
    6. Android-Versionen der Software.

Also einiges noch zu tun 🙂

Einen ganz lieben Dank auch noch mal an alle bisherigen Unterstützer! Ihr seid großartig! Bitte macht weiter Werbung für dieses Projekt, damit wir es irgendwie noch hinbekommen!

Alle interessierten: Hier geht es zu der Unterstützungsseite.. https://www.startnext.com/bluereader
Ist euch irgendetwas unklar? Habt Ihr Fragen oder Anregungen? Bitte schreibt mir! Entweder hier, per Kommentar, per Facebook, Twitter oder Email. Ich versuche alle Anfragen so schnell wie möglich zu beantworten 🙂

Halbzeit…

Heute ist schon fast die hälfte der Kampange vorbei. 12 von 25 Tagen sind vergangen und jeden Tag hat mindestens eine Person ihre Unterstützung zugesagt!

Danke!!!

Leider sind wir noch nicht bei der Hälfte des Betrages, aber vielleicht schaffen wir alle zusammen es noch diese Kampagne zu Ende zu führen!

Was habe ich in der Zwischenzeit getan?

  • Viel Ärger hatte ich mit der Firmware. Eigentlich wollten wir diese Woche schon den aktuellen Prototypen komplett testen und vor allem schauen wie lange die Batterie durchhält, ob wir die angestrebten 40 Stunden schaffen und ob wir eventuell sogar eine kleinere Batterie einsetzen können. Was war aber so schwierig daran? mbed hat leider vieles an den Compilern verändert und es geht einfach nicht mehr. Daraufhin hab ich viel zu lange experimentiert, bevor ich eingesehen habe das dies wohl in absehbarer Zeit nix wird… Schlecht für das Projekt, aber wenigstens ein Grund auf den komplett als OpenSource zur verfügung stehenden Workflow mit dem gcc_arm Compiler zu wechseln. Somit kann ich dann auch eine virtuelle Maschine bereitstellen mit der jede interessierte Person später ihre eigene Firmware erstellen kann. Ich denke ich werde dieses Wochenende noch die Portierung soweit abschliessen können, so das wir nächste Woche die Tests nachholen können. Wenn das funktioniert, gibt es dann auch endlich das von einigen gewünschte Funktionsvideo, also ein Sensor an meinem Arm, ein blueReader am Sensor und mein Handy welches die Werte anzeigt!
  • Bei all dem was an der Software nicht ging, hab ich dafür etwas an einem Gehäuse für den Prototypen gearbeitet:
    Zuerst ein Entwurf der Prototyp-Hardware in einem 3D Tool:
    screen-shot-2016-09-15-at-12-17-50
    Dann direkt mal auf den 3D-Drucker getestet, leider mit wenig erfolg:img_0090
    Die Maße passten nicht so recht…img_0091
    Und ein weiterer Versuch, diesmal etwas großzügiger Material eingeplant, damit die Teile nicht zu dünn werden:img_0094 img_0096 img_0102 img_0101
    Das ist der aktuelle Prototyp, was man dazu Wissen muss:
  1. Die Platine ist noch größer als wirklich erforderlich, da sind noch ein paar Millimeter Luft in der Breite, wenn wir die Bauteile etwas anders anordnen und die Kabelösen zum erstmaligen Programmieren des Systems durch Kontakte ersetzen.
  2. Der vordere Teil mit den Antennen für die NFC-Kommunikation und für den drahtlosen Lader is noch viel zu dick, derzeit benötigen die beiden Antennen noch 3mm in der Höhe. Wir haben aber vor diese noch gegen deutlich dünnere auszutauschen.
  3. Die Länge könnte sich auch noch um bis zu 4mm verringern, da derzeit der Wandler für den drahtlosen Energieempfang noch als extra Platine vor der Hauptplatine liegt.
  4. Die Wandstärke mit Silikon wird deutlich geringer ausfallen. Wegen der Stabilität im 3D-Druck musste ich alle Wände mindestens 1mm dick machen.
  5. Die Kabel, die da noch zur Zeit raushängen, sind um das System auch ohne drahtloses Ladegerät betreiben zu können, dass ist nur für die Entwicklungsphase.

Zumindest habe ich nun ein Gehäuse was das System rudimentär Schützt. Ist zwar nicht blau (wie man bei blueReader erwarten würde), dafür mein pinkReader 😛

Ich hoffe das dieses Projekt weiter gehen kann und das ihr alle fleissig dieses Projekt verbreitet!

Auf los geht es los!

Ab jetzt! ist die Kampagne gestartet.

Ich hoffe auf ganz viele Unterstützer und das das Ziel erreicht wird!

https://www.startnext.com/bluereader