und es geht weiter…

Wie ich bereits angekündigt hatte, geht die Startnext Kampagne tatsächlich weiter. Bis zu dem 17. 10. haben jetzt noch alle die Chance die Kampagne zu unterstützen!

Bitte teilt und liked die Beiträge auch weiterhin so fleißig! Laut den Besucherzahlen müsste nur die Hälfte alle Besucher 10€ beitragen und schon gäbe es den blueReader!

Was gibt es sonst neues? Der Prototyp mit veränderter Firmware rennt und rennt. Nach den ersten 9 Stunden Dauerbetrieb lief er gestern erstmal 16 Stunden ohne Probleme. Da ich aber die Überwachung der Batterie noch nicht eingebaut hatte, war der Akku dann sehr tief entladen und musste die letzte Nacht an einem richtigen Ladegerät verbringen.

Jetzt läuft der blueReader schon wieder 15 Stunden am Stück und ich bin gespannt wie lange er diesmal durchhält…

Es gab noch zwei häufige Fragen:

  • Beschädigt es nicht den Sensor, wenn er so oft gescannt wird?
    Nein, nach all unseren Erkenntnissen und Wissen über den verbauten Chip in dem Sensor bezieht dieser den Strom zum Auslesen über die NFC-Verbindung von dem blueReader . Man muss sich das so Vorstellen: Der Chip besteht aus zwei Teilen, der eine Teil misst eh jede Minute einen Wert und macht die ganze Vorauswertung. Diesen aktuellen Wert schreibt er in einen Speicher, wo die letzten 16 minütlichen Werte stehen. Zusätzlich schreibt er alle 15 Minuten einen historischen Wert in den Speicher. Das sind die Werte die man ausliest und aus denen er die Kurve der letzten 8 Stunden erzeugt. Der andere Teil des Chips ist für die Kommunikation mit dem Lesegerät, oder in unserem Fall blueReaders. Dieser Teil wird „aktiviert“ durch das elektrische Feld, welches das Lesegerät aufbaut. Dieses elektrische Feld findet nicht nur den Sensor, es versorgt ihn auch mit Strom und durch „Störungen“ des Feldes werden die Daten übertragen.
  • Wie befestigst du den blueReader am Sensor?
    Am Sensor befestige ich gar nichts. Ist mir viel zu riskant aus Versehen den Sensor raus zu reißen. Ich bezahle immer noch jeden Sensor aus eigener Tasche, da meine Krankenkasse dieses System nicht für notwendig hält…
  • Aber wie befestigst du den blueReader nun?
    Die ersten Prototypen hab ich vor allem mit Velcro (ein Industrie-Klettband, welches aus Klett und Stoff mit Klebeflächen besteht) befestigt. Ein Pflaster oder Wundverband über dem Sensor, darauf die eine Seite des Velcros, die andere Seite auf die Antenne des blueReaders. Der Nachteil dabei ist, das ist wirklich fest und ich hab viele Pflaster, bei dem Versuch den Prototypen zu lösen, abgerissen.
    Derzeit verwende ich einfach einen Streifen Leukosilk, also das Zeug mit dem normalerweise nach der vierteljährlichen Blutentnahme der Tupfer auf der Stelle festgemacht wird. Bilder dazu seht ihr dem vorhergehenden Beitrag.

Auf der technischen Seite bereite ich gerade die erste Version der „echten“ blueReader Firmware vor. Diese wird noch auf ein paar Funktionen verzichten müssen:

  • Verschlüsselung
  • Ändern des Namens
  • Ändern der Pin zum Verbinden
  • Softwareupdates über die Bluetooth-Verbindung

Aber bis zur finalen Version ist ja noch etwas Zeit. Ich fokussiere mich nun auf erstmal wichtige Features um schneller voran zu kommen und um allen Interessierten auch möglichst schnell Zugriff auf die Sourcen geben zu können.

Nebenbei möchte ich auch noch auf ein großartiges Projekt aufmerksam machen: openAPS

Was ist das nun schon wieder? Eine der vielen Möglichkeiten, wieso man einen blueReader einsetzen will.

Kurz nachdem ich angefangen habe mich mit der kontinuierlichen Überwachung meines Blutzuckers mit Hilfe des Libre-Sensors zu beschäftigen, stiess ich auf eine Truppe sehr experimentierfreudiger Diabetiker. Diese internationale Truppe von Diabetikern benutzt Daten aus allen möglichen verfügbaren CGM-Systemen mit nur einem Ziel: Eine Pumpe als künstliche Bauchspeicheldrüse einsetzen zu können!

Natürlich nicht ganz wir unsere echte Bauchspeicheldrüse, da der Zucker, vor allem der Gewebszucker, ja erst verzögert steigt, vor allem wenn wir schon was gegessen haben. Aber die meiste Zeit am Tag essen wir nix und dennoch können unsere Pumpen nicht immer auf unseren Tag reagieren. Wir stürzen in Unterzuckerungen, weil wir vergessen haben die Basalrate zu verringern oder zusätzliche Kohlenhydrate zu uns zu nehmen. Wir steigen, weil wir uns aufregen, Stress haben, krank sind oder einfach Kohlenhydrate nicht richtig bewertet haben.

Genau an diesen Stellen kann ein solches System helfen! Derzeit erprobe ich mein eigenes openAPS System, basierend auf einer Medtronic 522 Pumpe und dem blueReader Prototypen! Zwar liegt die Pumpe, noch mit Wasser gefüllt und nicht angeschlossen, neben mir, und ich schaue mir an was das System macht und warum, aber in den nächsten Tagen werde ich die ersten Experimente mit mir selber wagen 🙂 Bisher sehen die Vorhersagen von Werten und was ich danach durch den blueReader sehe und real, durch meine blutigen Messungen bestätige, sehr gut aus!

Wer sich für sowas interessiert, sollte sich auf jeden Fall mal über https://gitter.im in den Kanälen https://gitter.im/LadyViktoria/germanLOOP oder https://gitter.im/nightscout/intend-to-bolus einfinden und sich mehr Informationen erfragen 🙂

… und gerade hat sich auch wieder der blueReader verabschiedet, wieder nach 16 Stunden Dauerbetrieb, wo er, sehr stabil, alle 5 Minuten einen Wert Übertragen hat. Morgen werde ich weiter an den Energiesparoptionen arbeiten und schauen, ob ich ihn nicht in dieser Variante nicht doch noch deutlich über 20 Stunden Laufzeit bekomme…

Für die nächste Version ist bereits eine lange Wunschliste zusammen gekommen, die ich hoffentlich morgen oder Anfang nächster Woche mit meinem Elektroingenieur besprechen kann…

Es bleibt spannend!

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